Übersetzungen

Marcin Zaremba: Die Große Angst.
Polen 1944–1947: Leben im Ausnahmezustand

Die Große Angst Titel

 

 

Marcin Zaremba

Paderborn 2016
629 Seiten
ISBN: 978-3-506-78093-5

 

 

 

 

Rotarmisten, bestechliche Milizionäre, Deserteure, Banditen, Hunderttausende Kriegsversehrte, Waisen und Bettler. Sie prägten das Bild Nachkriegspolens. Marcin Zaremba nimmt den Leser mit auf die schockierende Reise in eine Zeit, die aus der Erinnerung nicht nur der Polen verschwunden ist – in ein durch den Krieg entvölkertes Land der Angst, Armut und Unsicherheit. Die Große Angst ist die Geschichte der ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, bar aller Mythen und Legenden.

Der Autor zeigt eine zerstörte Gesellschaft, in der Überfälle, Vergewaltigungen und Plünderungen an der Tagesordnung waren und in der es wieder zu Pogromen gegen Juden kam. Eine unsichere Zukunft brachte die von fünf Jahren Besatzung geplagten Menschen um den Schlaf. Gibt es einen neuen Krieg? Schaffe ich es, Hunger und Epidemien zu überstehen? Finde ich ein Heim und Arbeit in diesem Land, das nicht einmal feste Grenzen besitzt? Fragen wie diese stellten sich Millionen.

Die Große Angst ist nicht nur ein bahnbrechendes wissenschaftliches Werk über Gewaltgeschichte und Besatzungserfahrung, sondern auch die faszinierende Erzählung eines Historikers und Publizisten, dessen Beiträge in Zeitschriften und Zeitungen wie Polityka, Gazeta Wyborcza und Rzeczpospolita zu lesen sind.

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Der große Terror / Wielki Terror / Great Terror 1937 – 1938

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Tomasz Kizny
Eine fotografische Dokumentation
Projekt multimedialny  / Multimedia project

 

 

Das Multimediaprojekt des polnischen Fotografen und Journalisten Tomasz Kizny entstand  in den Jahren 2008 – 2011 in der Russischen Föderation, der Ukraine und Belarus und erinnert an die Opfer des stalinistischen Terrors in der Sowjetunion in den Jahren 1937 – 1938.

6. März – 19. April 2015
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
www.hbpg.de

Projekt multimedialny autorstwa dokumentalisty Tomasza Kiznego poświęcony jest pamięci ofiar zbrodni przeciwko ludzkości popełnionej w ZSRR w latach 1937-1938. Projekt Tomasz Kiznego został zrealizowany w Federacji Rosyjskiej, na Ukrainie i Białorusi w latach 2008-2011.

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Władysław Bartoszewski: Mein Auschwitz

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Władysław Bartoszewski

Paderborn 2015
282 Seiten
ISBN: 978-3-506-78119-2

 

 

 

 

 

Władysław Bartoszewski, ehemaliger polnischer Außenminister, Untergrundkämpfer der Polnischen Heimatarmee und Häftling in Auschwitz, berichtet so offen und detailliert wie nie zuvor über seine Zeit in der Hölle des Konzentrationslagers.

Am 22. September 1940 kam mit über 5.000 anderen Häftlingen auch der achtzehnjährige Władysław Bartoszewski nach Auschwitz und musste vom Lagerkommandanten hören, dass »der Kamin der einzige Weg ins Freie« sei. Der mit der Nummer 4427 gekennzeichnete Sohn eines Bankbeamten geriet an einen Ort, an dem man, wie er selbst sagt, aufhörte, »zu erörtern, ob es schrecklich und inhuman ist, geschlagen zu werden. In unserem Verständnis waren konkrete Dinge wichtiger: Auf die Fresse oder in die Nieren?«

Im Gespräch mit Piotr M. A. Cywiński, Direktor des Museums Auschwitz-Birkenau, und dem Journalisten Marek Zając erinnert sich der Jahrhundertzeuge Bartoszewski an die Anfangszeit des Lagers, an den unerträglichen Alltag, an Leidensgenossen und Täter.

„Ich habe berichtet, habe Zeugnis abgelegt. Die letzten von uns gehen heim. Was bleibt, sind unsere Geschichten. Ihr tätet gut daran, Schlüsse daraus zu ziehen.“
Władysław Bartoszewski

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Deutsch-Polnische Erinnerungsorte
Band 1: Geteilt /Gemeinsam

 

Hans Henning Hahn, Robert Traba (Hg./red.)
unter Mitarbeit von / współpraca: Maciej Górny, Kornelia Kończal

Paderborn 2015
818 Seiten
ISBN: 978-3-506-77338-8

 

 

 

Deutsche und Polen teilen viele Erinnerungen, die jedoch unterschiedlichen Identi tätsbedürfnissen in beiden Gesellschaften entsprechen. Die hier vorliegenden Essays über gemeinsame und geteilte deutsch-polnische Erinnerungsorte erlauben analytische Einblicke in die Erinnerungskulturen beider Länder, in ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Die deutsch-polnische Nachbarschaft bringt es mit sich, dass sich ohne die Kenntnis der jeweils anderen Geschichte auch die eigene nur unvollkommen verstehen lässt. Die Autoren der hier versammelten Beiträge überwinden die nationalen Schemata, indem sie die deutschen und polnischen Erinnerungskulturen in gesellschaftlichen, regionalen, genderbezogenen und konfessionellen Kontexten betrachten.

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Ein Projekt des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften
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Deutsch-Polnische Erinnerungsorte
Band 2: Geteilt /Gemeinsam

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Hans Henning Hahn, Robert Traba (Hg./red.)
unter Mitarbeit von / współpraca: Maciej Górny, Kornelia Kończal

Paderborn 2014
732 Seiten
ISBN: 978-3-506-77339-5

 

 

Deutsche und Polen teilen viele Erinnerungen, die jedoch unterschiedlichen Identi tätsbedürfnissen in beiden Gesellschaften entsprechen. Die hier vorliegenden Essays über gemeinsame und geteilte deutsch-polnische Erinnerungsorte erlauben analytische Einblicke in die Erinnerungskulturen beider Länder, in ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Die deutsch-polnische Nachbarschaft bringt es mit sich, dass sich ohne die Kenntnis der jeweils anderen Geschichte auch die eigene nur unvollkommen verstehen lässt. Die Autoren der hier versammelten Beiträge überwinden die nationalen Schemata, indem sie die deutschen und polnischen Erinnerungskulturen in gesellschaftlichen, regionalen, genderbezogenen und konfessionellen Kontexten betrachten.

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Ein Projekt des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften
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historie Nr. 6 2012 / 2013

Wirtschaftsgeschichte 

 

Jahrbuch des Zentrums für Historische Forschung Berlin
der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Berlin 2013

 

 

 

 

Die Wirtschafts- und Sozialgeschichte entwickelt sich häufig fernab der wichtigsten historiografischen Strömungen. So wie viele andere Interessengebiete der Geschichte sind die polnischen und deutschen Forschungen zur Wirtschaftsgeschichte keinesfalls ein Beispiel für die beiderseitige Kenntnisnahme und Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, sondern allenfalls für parallele Erfahrungen. Wie präsentiert sich heute die polnische wirtschaftsgeschichtliche Forschung? Eine Antwort auf diese Frage bietet – wenn auch nur ausschnittsweise – die vorliegende sechste Folge von Historie. Neben der Wirtschaftsgeschichte werden auch Themen der Erinnerungsforschung und der Besatzungsgeschichte behandelt. Gleich drei Generationen polnischer und deutscher Historiker haben zu dieser Folge beigetragen.

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historie Nr. 5 2011 / 2012
Regionalkontexte
 

 

Jahrbuch des Zentrums für Historische Forschung Berlin
der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Berlin 2012

 

 

 

 

Das Thema der Regional- bzw. Landesgeschichte kehrt von Zeit zu Zeit in den Mainstream der wissenschaftlichen Debatten zurück. Obwohl sich stets skeptische Stimmen zu Wort melden, welche die Leistungen der Regionalforschungen im Mosaik der Methoden bzw. Forschungsrichtungen in der Historiografie marginalisieren, haben sie einen festen Platz als bedeutendes Element der historischen Methode und der historischen Bildung an den Universitäten. In ihrer immer moderneren Form sind sie eine Domäne der Forschungen außeruniversitärer Institute. Die aktuelle Folge von Historie schließt weder die aktuellen Diskussionen zu Regionen und Regionalforschungen ab, noch fasst sie deren aktuellen Stand zusammen. Indem wir unterschiedliche Perspektiven, Forschungsstrategien und ausgewählte Projekte präsentieren, möchten wir noch einmal die Aufmerksamkeit auf das innovative Potenzial dieses Ansatzes für die Erforschung der Vergangenheit lenken.

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Der Polnische Film.
Von seinen Anfängen bis zur Gegenwart

 

Konrad Kejsa, Schamma Schahadat, Margarete Wach (Hg.)
unter Mitarbeit von Christian Nastal

Marburg 2012
562 Seiten
ISBN 978-3-89472-748-2

 

 

 

 

Polnische Filmemacher haben seit jeher im europäischen Film eine wichtige Rolle gespielt – seien es Regisseure (Kieślowski, Polański, Wajda), Kameraleute (Idziak, Kłosiński, Sobociński), Filmmusikkomponisten (Kilar) oder Schauspieler (Janda, Olbrychski).

Diese Geschichte des polnischen Films orientiert sich an wichtigen gesellschaftlich-politischen Zäsuren in Europa (1945; 1968; 1989; nach 1989). Nach einem Überblick über die historisch-politischen Konstellationen, die institutionellen und technischen Voraussetzungen der Filmproduktion sowie über die ästhetischen und thematischen Tendenzen im polnischen Film der jeweiligen Zeit werden Schlüsselfilme analysiert. Dabei stehen Fragen nach ästhetischen, nationale und geschlechterspezifische Diskursen der jeweiligen Epoche im Vordergrund. Ergänzende Kapitel beleuchten die Entwicklungen und Tendenzen des Dokumentarfilms sowie des Experimental- und Animationsfilms.

Das Buch soll einen integrierenden Überblick über mehr als 100 Jahre polnischer Filmgeschichte liefern und gleichzeitig durch die thematische Verknüpfung mit aktuellen Diskursen weitere Forschungsprojekte initiieren. Dabei wird viel Wert darauf gelegt, die Filmgeschichte sowohl für ein Fachpublikum als auch für ein filminteressiertes Laienpublikum gleichermaßen spannend aufzubereiten.

www.schueren-verlag.de

Ein Projekt des Slavischen Seminars der Eberhard Karl Universität Tübingen.
www.slavistik.uni-tuebingen.de

Deutsch-Polnische Erinnerungsorte.
Band 3: Parallelen

Polsko-niemieckie miejsca pamięci.
tom 3: Paralele

 

Hans Henning Hahn, Robert Traba (Hg./red.)
unter Mitarbeit von / współpraca: Maciej Górny, Kornelia Kończal

Paderborn 2012
490 Seiten
ISBN: 978-3-506-77341-8

 

 

 

130 Autoren, acht Bände in zwei Sprachen: Der Band »Parallelen« ist die erste Veröffentlichung des größten deutsch-polnischen Projekts im Bereich der Geisteswissenschaften. Die Herausgeber und Autoren der »Deutsch-Polnischen Erinnerungsorte« werfen einen neuen Blick auf die nachbarschaftliche Beziehungsgeschichte beider Länder.

Erinnerungsorte sind keine topographischen Orte, sondern historische Bezugspunkte der kulturellen Identität einer Gesellschaft – Personen, Ereignisse, historische Phänomene. Der hier erstmals angewandte bilaterale Ansatz der Erinnerungsforschung hinterfragt nationale Vorstellungen und entwickelt neue vergleichende Perspektiven. Die Besonderheit der Erforschung paralleler Erinnerungsorte liegt im Vergleich der Funktion nationaler Erinnerungsorte in den deutschen und polnischen Erinnerungskulturen. Denn Nachbarschaft macht gleichzeitig Nähe und Distanz bewusst. Das betrifft vor allem die so ähnliche und doch so unterschiedliche Erinnerung. Ohne die Kenntnis der polnischen Geschichte lässt sich die deutsche nur unvollkommen verstehen.

In diesem Sinne stellt der Band u.a. Rhein und Weichsel, Goethe und Mickiewicz oder auch Willy Brandts Kniefall und den Brief der polnischen Bischöfe gegenüber. Die Lektüre eröffnet damit eine neue Perspektive auf den Nachbarn. Und auf die eigene Geschichte.

Gleichzeitig zur Veröffentlichung in Deutschland erscheint der Band auf Polnisch. 2013 erscheinen die Bände 1, 2 und 4 der Reihe.

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Ein Projekt des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften
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historie Nr. 3 2009/2010
Individuum – Freiheit – Gemeinschaft
 

 

Jahrbuch des Zentrums für Historische Forschung Berlin
der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Berlin 2010

 

 

 

 

 

In der Verflechtung von Geschichte und Erinnerung erlangte die Frage nach der Rolle von „Individuum” und „Gemeinschaft”, nicht nur als Akteure der Ereignisse, sondern auch als die Vorstellung von Vergangenheit Gestaltende, zunehmende Bedeutung. Dies ist das Leitmotiv, das die historische Reflexion „seit jeher” begleitet und – abhängig von den gegebenen Umständen – einen immer neuen Kontext annimmt. Die in „Historie” versammelten Artikel sind Ausschnitt einer breiteren wissenschaftlichen Debatte, die zu einer der zentralen Fragen des Polnischen Historikertages wurde.

Ein fortwährend wichtiges Thema polnischer historischer Forschung und Diskussion ist die deutsch-polnische und deutsch-polnisch-jüdische Problematik. Wir stellen hier nicht den aktuellen Wissens- und Forschungsstand vor, sondern ausgewählte, besonders intensiv diskutierte und untersuchte Beispiele der gegenseitigen Beziehungen und ihre weit verbreitete Wahrnehmung.

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